Ratgeber

Blitzer in Dresden: Messanlagen, Anhänger und wie die Stadt Standorte wählt

Wie das Ordnungsamt Dresden Geschwindigkeit überwacht: stationäre Anlagen, Messfahrzeuge, Blitzer-Anhänger, Kriterien für Standorte und die Bilanz 2025.

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Die städtischen Blitzer in Dresden betreibt das Ordnungsamt der Landeshauptstadt. Auf ihrer Seite (zuletzt geändert 13. Mai 2025) nennt die Stadt 24 stationäre Messanlagen, zwei Messfahrzeuge und zwei Blitzer-Anhänger; am 13. Mai 2026 kam ein dritter Anhänger dazu. Eine Liste der Standorte von heute haben wir nicht gefunden, und dieser Beitrag nennt keine. Hier liest du, welche Technik die Stadt einsetzt, nach welchen Kriterien sie Orte wählt, was ihre Bilanz für 2025 zeigt und was § 23 Absatz 1c StVO zu Blitzer-Apps sagt.

Wer in Dresden blitzt

Zuständig ist das Sachgebiet Parkraum- und Geschwindigkeitsüberwachung im Ordnungsamt. Nach der Seite der Stadt (zuletzt geändert 26. Juni 2026) überwacht es neben dem ruhenden Verkehr den fließenden Verkehr durch mobile Geschwindigkeitsmessungen und verantwortet die stationären Messanlagen für Geschwindigkeit und Rotlicht. Ob und wo daneben die Polizei misst, steht auf den gelesenen Seiten der Stadt nicht. In Berlin dagegen betreibt die Polizei die Geräte, wie der Beitrag zu Blitzern in Berlin zeigt. Wer wo zuständig ist, regeln die Länder unterschiedlich; der Beitrag wer in Deutschland die Geschwindigkeit überwacht vergleicht vier Beispiele.

Die Technik der Stadt im Überblick

Die Seite der Stadt unterscheidet drei Arten (Stand der Seite: 13. Mai 2025):

ArtAnzahl laut SeiteBeschreibung der Stadt
Stationäre Messanlagen2418 erfassen nur Geschwindigkeitsverstöße, 6 Geschwindigkeits- und Rotlichtverstöße
Mobile Messfahrzeuge2kontrollieren die Höchstgeschwindigkeit in schutzwürdigen Bereichen wie vor Schulen oder an Unfallschwerpunkten
Teilstationäre Anhänger2„semistationäre Enforcement-Trailer“, die sogenannten „Blitzer-Anhänger“

Der dritte Anhänger ist laut Pressemitteilung vom 13. Mai 2026 ebenfalls akkubetrieben, kann dadurch mehrere Tage an einem Ort bleiben und ergänzt die beiden Anhänger, die die Stadt 2025 angemietet hat. Wie solche Anhänger funktionieren und wie andere Städte sie nutzen, erklärt der Beitrag Blitzer-Anhänger: was Enforcement-Trailer sind.

Wie die Stadt Standorte wählt

Die Stadt beschreibt auf ihrer Seite getrennt, wie stationäre und mobile Orte zustande kommen:

  • Stationäre Anlagen. Sie stehen insbesondere zum Schutz gefährdeter Verkehrsteilnehmer, etwa in der Nähe von Schulen, Kitas und Seniorenheimen. Daneben stehen Unfallschwerpunkte und Gefahrenstellen im Fokus. Die Planung erfolgt grundsätzlich auf Grundlage von Zuarbeiten des Straßen- und Tiefbauamts (Abteilung Straßenverkehrsbehörde, Schulwegsicherheit) oder der kommunalen Unfallkommission.
  • Mobile Geräte. Sie werden häufig dort eingesetzt, wo es Anwohnerbeschwerden über Raser gibt, zum Beispiel auf Umleitungsstrecken. Auch Kontrollen in Tunneln und die Überwachung von Durchfahrtsverboten sind mit der Technik möglich.
  • Anhänger. Laut Pressemitteilung vom 6. Mai 2025 stehen sie vorwiegend im schutzwürdigen Umfeld von Schulen, Kitas, Seniorenheimen und Krankenhäusern, an Unfallschwerpunkten oder auf Umleitungsstrecken bei Baumaßnahmen. Auch Beschwerden von Bürgern werden geprüft.

Wer eine Gefahrenstelle kennt, kann sie dem Ordnungsamt melden. Die Stadt bittet um den genauen Ort und die Zeiten, zu denen die Gefahr auftritt, und prüft dann, ob dort rechtskonform gemessen werden kann. Ist das der Fall, nimmt sie die Stelle laut Seite zeitnah in die Einsatzpläne auf.

Die Bilanz 2025

Die Stadt hat am 16. Februar 2026 ihre Zahlen für 2025 veröffentlicht:

MessartVerstöße 2025Verstöße 2024
Stationäre Anlagen76.98081.886
Mobile Messfahrzeuge61.13142.371
Anhänger (zwei)46.983nur Testbetrieb

Bei den stationären Anlagen löste die Anlage an der Güntzstraße auf Höhe des Seniorenwohnheims am häufigsten aus (rund 14.000-mal, 2024: 18.000), gefolgt von der Waldschlößchenbrücke in Richtung Altstadt (9.579) und der Pillnitzer Landstraße (5.520). Den Anstieg bei den Messfahrzeugen führt die Stadt auf intensivierte Kontrollen und eine verstärkte Präsenz zurück. Neue stationäre Anlagen sind für 2026 nicht vorgesehen. Die Einnahmen aus Verstößen im fließenden Verkehr (neben Geschwindigkeit unter anderem Handyverstöße) betrugen 9,65 Mio. Euro (2024: 9 Mio. Euro); sie fließen in den städtischen Haushalt. Was ein Verstoß kostet, steht im Beitrag zu den Bußgeldern beim Blitzer.

Blitzer Dresden aktuell, heute und live

Zu Standorten von heute veröffentlicht die Stadt nach unserem Lesestand nichts. Die Messfahrzeuge werden laut Bilanz „gezielt an wechselnden Standorten“ eingesetzt, die Anhänger wurden 2025 alle sechs bis sieben Tage versetzt. Eine Auflistung wäre also nach wenigen Tagen überholt. Was die Stadt nennt, sind Zahlen, Kriterien und die drei stationären Anlagen mit den meisten Auslösungen im Jahr 2025.

Was § 23 StVO sagt und was BlitzBuddy zeigt

§ 23 Absatz 1c StVO verbietet dem Fahrer, ein technisches Gerät zu betreiben oder betriebsbereit mitzuführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Bei anderen technischen Geräten, die neben anderen Nutzungszwecken auch dazu verwendet werden können, dürfen die entsprechenden Gerätefunktionen nicht verwendet werden. Die Regel gilt in Dresden wie im Rest Deutschlands; der Beitrag Blitzer in Deutschland gibt den Wortlaut wieder.

Die festen Blitzer in BlitzBuddy stammen aus OpenStreetMap, von Lufop.net und aus öffentlichen Listen von Behörden. Vor mobilen Blitzern, Blitzer-Anhängern und Videofahrzeugen warnt die App nicht, und Abschnittskontrollen zeigt sie in Deutschland nicht an. BlitzBuddy ist kostenlos, ohne Werbung und ohne Abo. Die App gibt es für das iPhone; die Android-Version folgt bald. Weitere Beiträge findest du im Themenbereich Blitzer mit allen Beiträgen.

Quellen

Quellen gelesen am 16. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Wie viele Blitzer gibt es in Dresden?

Die Stadt nennt auf ihrer Seite (zuletzt geändert 13. Mai 2025) 24 stationäre Messanlagen, davon 18 nur für Geschwindigkeit und 6 für Geschwindigkeit und Rotlicht, dazu zwei Messfahrzeuge und zwei Blitzer-Anhänger. Am 13. Mai 2026 meldete sie einen dritten Anhänger.

Wer blitzt in Dresden?

Die Blitzer der Stadt betreibt das Ordnungsamt der Landeshauptstadt: Das Sachgebiet Parkraum- und Geschwindigkeitsüberwachung misst mobil und verantwortet die stationären Anlagen. Ob und wo daneben die Polizei misst, steht auf den gelesenen Seiten der Stadt nicht.

Wo stehen die Blitzer in Dresden heute?

Eine Liste für heute haben wir auf den Seiten der Stadt nicht gefunden, und dieser Beitrag nennt keine Standorte von heute. Die Messfahrzeuge und die Anhänger wechseln ihre Standorte; die Anhänger wurden 2025 laut Stadt alle sechs bis sieben Tage versetzt.

Kann ich in Dresden eine Geschwindigkeitskontrolle anregen?

Ja. Die Stadt bittet auf ihrer Seite um Hinweise auf Gefahrenstellen per E-Mail, mit dem genauen Ort und den Zeiten, zu denen die Gefahr auftritt. Sie prüft dann, ob dort rechtskonform gemessen werden kann.

Warnt BlitzBuddy in Dresden vor Blitzer-Anhängern?

Nein. BlitzBuddy zeigt in Deutschland feste Blitzer und Rotlichtblitzer. Vor mobilen Blitzern, Anhängern und Videofahrzeugen warnt die App nicht.

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