Verkehr und Sicherheit

Blitzer im Landkreis Stade: Tagesliste des Kreises, Radarwagen, Anhänger und feste Anlagen

Blitzer im Landkreis Stade: Der Kreis misst selbst, nennt Messorte tageweise im Netz und nannte 2023 drei Radarwagen, zwei Anhänger und zwölf feste Anlagen.

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Im Landkreis Stade blitzt nicht nur die Polizei: Der Landkreis misst selbst, mit Messfahrzeugen, zwei Blitzeranhängern und festen Anlagen, und er nennt geplante Messorte tageweise auf seiner Internetseite. Die Liste führt Ortsnamen auf, keine Straßen und keine Uhrzeiten. Hier liest du, wer im Kreis zuständig ist, was die Liste aufführt und wie viele Geräte der Kreis nach eigenen Angaben einsetzt. Der Beitrag nennt keinen Messort, weil jeder Eintrag nur für seinen Tag gilt.

Wer im Landkreis Stade misst

Nach der Seite des Landkreises sind der Einsatz der Messfahrzeuge und der laufende Messbetrieb Aufgaben des Straßenverkehrsamtes. Die Auswertung und Ahndung der Messdaten erfolgen anschließend in der Bußgeldstelle des Rechtsamtes. Auf einer weiteren Seite schreibt der Kreis, er überwache die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten „mit Hilfe von Messfahrzeugen und stationären Geschwindigkeitsmessanlagen“.

Das Team der Geschwindigkeitsüberwachung hat nach der Meldung vom 23. Dezember 2023 neun Mitglieder. Wo es misst, stimmt es nach eigener Darstellung regelmäßig mit dem Sachgebiet „Verkehr“ der Polizeiinspektion Stade ab. Dabei würden Daten aus Langzeitverkehrserfassungen ausgewertet, dazu Hinweise aus Gemeinden und Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern. Dass Kreise in Niedersachsen ihre Messstellen im Einvernehmen mit der Polizeiinspektion festlegen müssen, steht im Erlass des Landes, beschrieben in Blitzer in Niedersachsen.

Die Tagesliste des Landkreises

Auf der Seite „Geschwindigkeitsüberwachung“ führt ein Link namens „Messungen im Landkreis Stade“ in eine Terminübersicht der Rubrik „Geschwindigkeitsmessung“. Am 17. Oktober 2026 enthielt sie zwölf Einträge für die Tage vom 17. bis zum 31. Oktober; der 18., der 27. und der 28. Oktober fehlten. Jeder Eintrag trägt ein Datum und führt zwischen zwei und zwölf Ortsnamen auf. Eine Straße, eine Uhrzeit oder das Gerät nennt die Liste nicht.

Das bedeutet: Der Kreis kündigt Gemeinden und Ortsteile an, keine Messstelle auf den Meter. Ob die Liste vollständig ist, sagt die Seite nicht, und ob ein Eintrag den Radarwagen, einen Anhänger oder eine feste Anlage meint, geht daraus ebenfalls nicht hervor. Zu den Anhängern kündigte der Kreis schon bei der Anschaffung an, die Standorte zu veröffentlichen: In der Meldung vom 18. Februar 2022 sagte Landrat Kai Seefried, es gehe nicht ums „Abkassieren“, deshalb werde der Kreis die Standorte regelmäßig veröffentlichen. Mit dem zweiten Anhänger schrieb der Kreis am 19. Januar 2023, die Standorte würden „auf üblicher Weise vorab veröffentlicht“.

Wie Nordrhein-Westfalen die Ankündigung kommunaler Messstellen per Verwaltungsvorschrift regelt, steht im Beitrag über den Blitzer-Marathon in NRW.

Radarwagen, Anhänger und feste Anlagen

Der Landkreis nennt in seinen Meldungen diese Ausstattung:

GerätZahl laut Kreis (Meldungen 2023)Verstoßquote 2022
Messfahrzeuge (Radarwagen)drei1,76 Prozent
Semistationäre Anlagen (Blitzeranhänger „Anette“ und „Tina“)zwei0,66 Prozent
Stationäre Anlagen an festen Standortenzwölf0,13 Prozent

Die Gerätezahlen stammen aus den Meldungen vom 19. Januar 2023 und vom 23. Dezember 2023, die Quoten aus der Meldung vom 23. Dezember 2023 für das Jahr 2022. Eine neuere Angabe des Kreises haben wir bis zum 17. Oktober 2026 nicht gefunden. Die Quote bezieht sich nach den Worten des Kreises „auf alle Fahrzeuge, die während der Messung dort durchgefahren sind“. Sie sagt also nicht, wie viele Fahrer bestraft wurden, sondern wie viele der gemessenen Fahrzeuge zu schnell waren.

Für 2022 nennt die Meldung 1.416 Messungen mit den Messfahrzeugen und 64 Einsätze mit den beiden Anhängern. Ein Anhänger bleibt in der Regel rund eine Woche an einem Standort. Nach der Meldung vom 19. Januar 2023 blitzen „Tina“ und „Anette“ 24 Stunden am Tag auf allen Spuren in beiden Richtungen; die Kreispolitik hatte sich im Jahr davor mit großer Mehrheit für die Investition von rund 250.000 Euro ausgesprochen. Wie der Landkreis Diepholz zwei solche Anhänger und feste Messstellen einsetzt, beschreibt der Beitrag Blitzer im Landkreis Diepholz. Welche Prüfungen und Fehlergrenzen die PTB für Laserscanner und Handlaser vorschreibt, steht im Beitrag Laser-Blitzer: Wie Laserhandmessgeräte und Laserscanner messen.

Was die Zahlen im Alltag zeigen

Die Verstoßquoten sinken nach Angaben des Kreises über die Jahre langsam; bei den stationären Anlagen hätten sie sich auf niedrigem Niveau eingependelt. Besonders hohe Geschwindigkeiten stelle der Kreis immer wieder außerorts auf Landes- und Bundesstraßen fest.

Wie eine einzelne Messung aussieht, zeigen zwei Pressemeldungen aus dem Sommer 2026. Am 23. Juli 2026 beschrieb der Kreis zwei Messungen mit dem Radarwagen: In rund eineinhalb Stunden am Dienstagabend passierten 218 Fahrzeuge, zwei waren zu schnell; bei einer fünfstündigen Messung am Mittwoch waren es 1.190 Fahrzeuge, von denen 38 zu schnell fuhren. Am 4. August 2026 meldete er eine dreistündige Messung mit 145 Fahrzeugen und drei dokumentierten Verstößen. Beide Meldungen beschreiben nur diese einzelnen Messungen; eine Verstoßquote für 2026 nennen sie nicht.

Nach dem Blitzer: von der Messung zum Bescheid

Die Messdaten stellt das Team der Geschwindigkeitsüberwachung der kreiseigenen Bußgeldstelle elektronisch zur Verfügung. Dort werden die Fotos ausgewertet. Sind Kennzeichen und Fahrer erkennbar, bekommt der Fahrzeughalter nach Darstellung des Kreises je nach Höhe des Verstoßes und erkennbarem Fahrzeugführer einen Verwarngeldbescheid, eine Anhörung im Bußgeldverfahren oder einen Zeugenfragebogen.

Die Bußgeldstelle bearbeitet nach der Meldung vom 20. Dezember 2023 rund 45.000 Verfahren im Jahr, die Geschwindigkeitsüberschreitungen seien „deutlich in der Mehrheit“. Zur Fahrerermittlung fordere sie vorrangig Passfotos bei den Einwohnermeldeämtern an; bei Geschwindigkeitsüberschreitungen werden Betroffene aufgefordert, Fragebögen online auszufüllen. Welche Überschreitung welche Folgen hat, zeigt Bußgelder beim Blitzer: Tempo, Rotlicht und Abstand in Euro.

Was § 23 StVO sagt und was BlitzBuddy zeigt

§ 23 Absatz 1c StVO verbietet dem Fahrer, ein technisches Gerät zu betreiben oder betriebsbereit mitzuführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Bei anderen technischen Geräten, die neben anderen Nutzungszwecken auch dazu verwendet werden können, dürfen die entsprechenden Gerätefunktionen nicht verwendet werden. Die Regel gilt im Landkreis Stade wie überall in Deutschland.

Die festen Blitzer in BlitzBuddy stammen aus OpenStreetMap, von Lufop.net und aus öffentlichen Listen von Behörden. Vor Blitzer-Anhängern, mobilen Messungen und Videofahrzeugen warnt die App nicht, und Abschnittskontrollen zeigt sie in Deutschland nicht an. BlitzBuddy ist kostenlos, ohne Werbung und ohne Abo. Die App gibt es für das iPhone; die Android-Version folgt bald. Weitere Beiträge findest du im Themenbereich Blitzer mit allen Beiträgen.

Das ist eine Zusammenfassung, keine Rechtsberatung.

Quellen

Quellen gelesen am 17. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Wo blitzt es im Landkreis Stade?

Der Landkreis veröffentlicht auf seiner Seite „Geschwindigkeitsüberwachung“ unter „Messungen im Landkreis Stade“ tageweise Ortsnamen, an denen gemessen werden soll, ohne Straße und ohne Uhrzeit. Dieser Beitrag nennt keinen Ort, weil die Liste nur für ihre Tage gilt.

Wer blitzt im Landkreis Stade?

Der Landkreis selbst: Das Straßenverkehrsamt setzt Messfahrzeuge, zwei Blitzeranhänger und feste Anlagen ein, die Bußgeldstelle im Rechtsamt ahndet die Verstöße. Die Kontrollorte stimmt der Kreis nach eigenen Angaben regelmäßig mit dem Sachgebiet Verkehr der Polizeiinspektion Stade ab.

Wie viele feste Blitzer gibt es im Landkreis Stade?

Der Landkreis nannte in Meldungen vom 19. Januar und 23. Dezember 2023 zwölf stationäre Anlagen an festen Standorten. Ob die Zahl heute noch stimmt, geht aus den Seiten nicht hervor; die Standorte nennt der Kreis in diesen Meldungen nicht.

Bekomme ich nach dem Blitzer immer einen Bußgeldbescheid?

Nein. Nach Angaben des Landkreises schickt die Bußgeldstelle je nach Höhe des Verstoßes und erkennbarem Fahrer einen Verwarngeldbescheid, eine Anhörung im Bußgeldverfahren oder einen Zeugenfragebogen.

Warnt BlitzBuddy vor den Messungen im Landkreis Stade?

Nein. BlitzBuddy zeigt in Deutschland feste Blitzer und Rotlichtblitzer an ihrer genauen Position, warnt aber nicht vor mobilen Blitzern, Blitzer-Anhängern und Videofahrzeugen. Nach § 23 Absatz 1c StVO darfst du Blitzerwarnungen als Fahrer während der Fahrt nicht nutzen.

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