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Blitzer in Frankreich: Radartypen, Schilder und die Rechtslage

Frankreich Blitzer: Welche Radartypen es gibt, welche angekündigt sind, wie viele es am 1. Januar 2025 gab und was Artikel R413-15 zu Warnungen sagt.

BlitzBuddy6 Min. Lesezeit
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Frankreich zählte am 1. Januar 2025 nach der Behörde ANTAI 4.029 Radare aller Arten, und längst nicht alle sind so angekündigt, wie man es von den Schildern kennt: Feste Geschwindigkeitsradare haben Ankündigungsschilder, Rotlichtradare, Bahnübergangsradare und mobile Radare nicht. Dieser Beitrag beschreibt die Radartypen so, wie die ANTAI sie erklärt, sagt, was über ihre Kennzeichnung und die technische Marge feststeht, und wo das Innenministerium eine Liste der festen Radare veröffentlicht. Dazu gehört, was Artikel R413-15 des Code de la route zu Warnungen sagt. Standorte nennt er nicht; die Tempolimits stehen in Tempolimit Frankreich, die Beträge in Strafzettel aus Frankreich.

Die Radartypen und ihre Zahl

Die ANTAI zählt am 1. Januar 2025 4.029 Radare, davon 3.423 feste, 396 versetzbare (Baustellenradare) und 210 mobile. Die Aufschlüsselung nach Typ entnimmt die ANTAI ihrem Tätigkeitsbericht 2024:

Typ nach ANTAIZahl am 1.1.2025Was er kontrolliert
Klassische feste Radare698Geschwindigkeit an einer Stelle
Turmradare (Geschwindigkeit)1.411Geschwindigkeit; die ANTAI zählt sie zu den festen Radaren
Diskriminierende Radare530Geschwindigkeit, getrennt nach Pkw und Lkw und nach Fahrstreifen
Radare für die Durchschnittsgeschwindigkeit (tronçon)69Durchschnitt über mehrere Kilometer zwischen zwei Punkten
Rotlichtradare536Missachtung des roten Signals
Turmradare (Rotlicht)108Missachtung des roten Signals
Bahnübergangsradare71Missachtung der Signale am Bahnübergang
Autonome Radare (versetzbar)396Geschwindigkeit in Baustellen und an zeitweiligen Gefahrenstellen
Mobile und eingebaute Radare210Geschwindigkeit, durch Einsatzkräfte oder in neutralen Fahrzeugen

Die Summe der Zeilen ergibt 4.029. Neuere Zahlen als den Stand vom 1. Januar 2025 nennt die Seite nicht.

Welche Radare angekündigt sind

Nach der ANTAI sind alle festen Geschwindigkeitsradare durch Ankündigungsschilder gekennzeichnet; die Entscheidung des Innenministers vom 15. Februar 2013 hat das vereinheitlicht. Versetzbare Baustellenradare sind mit dem Schild „Contrôle radar sur toute la longueur du chantier“ gekennzeichnet. Nicht angekündigt sind nach der ANTAI mobile Radare („ces radars ne sont pas signalés“), Rotlichtradare (die Ampel sei bereits ein Signal) und Bahnübergangsradare.

In einer Antwort an die Nationalversammlung vom 5. Dezember 2023 schreibt das Innenministerium: Die Beschilderung (Schild SR3) sei nach der Regelung nicht obligatorisch, aber möglich; es sei jedoch entschieden worden, alle Geschwindigkeitsradare zu kennzeichnen. Eine Mindestentfernung der Schilder zum Radar sehe die Regelung nicht vor, die Einsatzdoktrin aber mindestens 100 Meter auf Gemeinde-, Departements- und Nationalstraßen und 500 Meter auf Autobahnen und Schnellstraßen. Für das Schild mit dem Tempolimit sei der Straßenbetreiber zuständig, nicht die Behörde für Verkehrssicherheit.

Die technische Marge

Bei festen, mobilen und Durchschnittsradaren zieht die Verwaltung nach der ANTAI eine Marge zugunsten des Fahrers ab: 5 km/h bei Messwerten unter 100 km/h, 5 Prozent darüber. Beispiel der ANTAI: Wird 97 km/h gemessen, zählt 92 km/h. Für die mobilen Radare neuer Generation in neutralen Fahrzeugen nennt die ANTAI eine größere Marge: 10 km/h bei Tempolimits unter 100 km/h und 10 Prozent bei Limits darüber; diese Geräte seien darauf ausgelegt, Fahrer mit großen Überschreitungen zu erfassen. Wie die Niederlande vom Messwert abziehen, steht in Blitzer in den Niederlanden: Flitspaal, Flexflitser, Trajectcontrole.

Die Strecke zwischen zwei Punkten

Das Radar tronçon misst die Durchschnittsgeschwindigkeit auf einer Strecke von mehreren Kilometern. An Ein- und Ausgang nimmt eine Kamera mit automatischer Kennzeichenerkennung jedes Fahrzeug auf, am Ausgang berechnet eine Einheit den Schnitt. Als Ort des Verstoßes gilt der Kontrollpunkt am Ausgang. Aufgestellt werden diese Radare auf gefährlichen Abschnitten (Kurven, Gefälle) oder dort, wo ein Unfall besonders schwere Folgen hätte (Brücken, Tunnel, Viadukte). Ob und unter welchen Voraussetzungen Deutschland so misst, erklärt Abschnittskontrolle in Deutschland: Recht, Stand und Section Control in Österreich.

Die amtliche Liste der festen Radare

Das Innenministerium veröffentlicht auf data.gouv.fr den Datensatz „Liste des radars fixes en France“ unter der Licence Ouverte 2.0: etwa 3.400 feste Radare mit Kennung, GPS-Koordinaten, Inbetriebnahmedatum, Typ und zulässiger Höchstgeschwindigkeit. Zuletzt aktualisiert wurde er am 30. Dezember 2025. Die Typencodes sind ETF (klassisch), ETD (diskriminierend), ETT und ETU (neue Generation, letzteres im städtischen Raum), ETVM (Durchschnitt), ETFR (Rotlicht) und ETPN (Bahnübergang). Mobile und versetzbare Radare enthält die Liste nicht. Für die Lage der Radare verweist die ANTAI außerdem auf eine Karte auf der Website der Sécurité routière.

Was R413-15 zu Warnungen sagt

Den Wortlaut gibt der Kommentar des Conseil constitutionnel zu seiner Entscheidung Nr. 2021-948 QPC wieder; Légifrance, wo der Text steht, war am 17. Oktober 2026 nicht abrufbar. Danach bestraft Artikel R413-15 des Code de la route mit der Geldstrafe für Übertretungen der 5. Klasse und dem Abzug von sechs Punkten das Besitzen, Mitführen oder Benutzen eines Geräts, das geeignet ist, die Anwesenheit von Geräten zur Feststellung von Verkehrsverstößen aufzuspüren oder deren Funktion zu stören; sein Absatz V, eingefügt durch das Dekret vom 3. Januar 2012, erstreckt diese Regeln auf Vorrichtungen, die vor dem Standort dieser Geräte warnen oder darüber informieren. Service Public bezeichnet den Besitz, das Mitführen und die Benutzung eines Radarwarngeräts als verboten, mit einer Strafe bis zu 1.500 Euro, sechs Punkten und der Übertretung der 5. Klasse. Wie Deutschland, die Niederlande, die Schweiz und andere Länder Warnungen regeln, vergleicht Blitzer-App legal oder verboten? Die Rechtslage in Deutschland und Europa.

Was BlitzBuddy in Frankreich zeigt

BlitzBuddy ist kostenlos, ohne Werbung und ohne Abo. Die App gibt es für das iPhone; die Android-Version folgt bald. Neben den Radaren zeigt sie in Frankreich die Navigation und die Tempolimits aus OpenStreetMap; ist dort kein Limit eingetragen, erscheint kein Schild. Für die Radarwarnungen gilt Artikel R413-15 wie oben beschrieben: Die Nutzung dieser Warnungen liegt allein in deiner Verantwortung; du kannst sie unter Profil, Warnungen ausschalten. Das ist eine Zusammenfassung, keine Rechtsberatung. Alle Beiträge zum Thema stehen im Themenbereich Blitzer.

Quellen

Quellen gelesen am 17. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Welche Radartypen gibt es in Frankreich?

Nach der ANTAI feste Geschwindigkeitsradare (auch Doppelseiten- und Turmradare), Durchschnittsradare (radar tronçon), Rotlicht- und Bahnübergangsradare, diskriminierende Radare, versetzbare Baustellenradare und mobile Radare, auch in neutralen Fahrzeugen.

Wie viele Radare gab es in Frankreich?

Am 1. Januar 2025 nach der ANTAI 4.029 Radare aller Arten, davon 3.423 feste, 396 versetzbare und 210 mobile. Einen neueren Stand nennt die Seite der ANTAI nicht.

Sind Radare in Frankreich angekündigt?

Feste Geschwindigkeitsradare sind nach der ANTAI durch Ankündigungsschilder gekennzeichnet; mobile Radare, Rotlichtradare und Bahnübergangsradare sind es nicht. Eine Pflicht dazu gibt es laut dem Innenministerium nicht, die Verwaltung hat es aber so entschieden.

Gibt es eine amtliche Liste der festen Radare?

Ja. Das Innenministerium veröffentlicht auf data.gouv.fr eine Liste von etwa 3.400 festen Radaren mit Kennung, Koordinaten, Inbetriebnahmedatum, Typ und zulässiger Höchstgeschwindigkeit, zuletzt aktualisiert am 30. Dezember 2025.

Ist eine Blitzer-Warnung in Frankreich erlaubt?

Artikel R413-15 des Code de la route verbietet Geräte, die Radare aufspüren, und seit dem Dekret vom 3. Januar 2012 auch Vorrichtungen, die vor ihrem Standort warnen oder darüber informieren. Die Nutzung dieser Warnungen liegt allein in deiner Verantwortung.

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